
📸 [Eine flache Holzkarte mit einer Katze – neben der fertig zusammengebauten 3D-Figur platziert]
Manchmal braucht eine großartige Idee nur einen einzigen Satz.
- Unsere lautet: „Karten sind zu schade für den Kühlschrank.“
Das mag ein wenig provokant klingen. Aber jeder, der schon einmal eine unserer Holzkarten in der Hand gehalten hat, wird sofort verstehen, was wir meinen. Denn was wie eine gewöhnliche Grußkarte aussieht, ist in Wirklichkeit ein kleines Bastelset, ein Puzzle, ein Deko-Objekt und eine persönliche Botschaft – alles in einem. Flach versandt. Dreidimensional erlebt.
Aber wie entsteht so etwas eigentlich? Und warum ist das wichtig?
- Alles beginnt mit einer Skizze
Bevor auch nur eine einzige Holzplatte den Laser berührt, wird gezeichnet. Nick und Henrike, die formes Berlin gegründet haben, entwickeln jedes Motiv selbst – von der ersten Bleistiftstrich bis zum fertigen Design.
Jedes Motiv muss mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllen: Es muss als flache Karte ansprechend aussehen. Es muss sich beim Zusammenbau intuitiv anfühlen. Es muss als fertiges Objekt stabil und dekorativ sein. Und es muss eine Geschichte erzählen – egal, ob es sich um einen Schmetterling, einen Anker, eine Biene oder einen Weihnachtsstern handelt.
Klingt einfach. Ist es aber nicht.

📸 [Skizzen oder Entwurfszeichnungen auf Papier – Werkzeuge, Bleistifte, erste Ideen auf einem Arbeitstisch sichtbar]
- Dann kommt der Laser
In unserer Werkstatt in Berlin-Kreuzberg – einem Fabrikgelände in der Oranienstraße 183 – schneidet ein Präzisionslaser jeden neuen Prototyp aus 1 mm starkem Birkensperrholz aus. Das Holz ist hauchdünn, fast wie dicker Karton, und dennoch überraschend stabil.
Der Laser schneidet nicht einfach nur. Er zeichnet die exakten Konturen jedes Motivs nach und lässt die einzelnen Teile durch hauchdünne Brücken mit der Karte verbunden – fast unsichtbar, aber stark genug, um alles zusammenzuhalten, bis die Karte geöffnet wird.
Das Ergebnis: eine Karte, die völlig flach ist, aber bereits alles in sich trägt, was sie braucht, um dreidimensional zu werden.

📸 [Nahaufnahme des Laserschnitts – die feinen Linien im Holz, warmes Werkstattlicht]
- Handarbeit, die man spürt
Nach der Prototypentwicklung geht es in die Fertigung für höheren Stückzahlen. Gemeinsam mit der USE gGmbH – einer Berliner Werkstatt für Menschen mit Behinderung, mit der wir seit Jahren zusammenarbeiten – werden die Karten sorgfältig fertiggestellt: gereinigt, qualitätsgeprüft und zusammen mit der illustrierten Anleitung, dem Briefpapier und dem Umschlag verpackt.
Jedes Produkt, das formes Berlin verlässt, ist das Ergebnis vieler kleiner, menschlicher Handgriffe. Das spürt man, wenn man die Karte in der Hand hält. Es gibt ein Gewicht, eine Wärme, eine Haptik, die keine Massenproduktion der Welt nachbilden kann.
- Vom Umschlag zum Objekt – die Reise einer Karte
So läuft es ab, wenn jemand eine unserer 3D-Puzzle-Karten erhält:
- Der Umschlag wird geöffnet. – Die Karte fühlt sich schon anders an – fester, edler. Echtes Holz.
- Das Motiv wird entdeckt. – Feine Schnittlinien ziehen sich durch das bedruckte Holz. Man erkennt die Form – einen Schmetterling, ein Flugzeug, eine Rakete.
- Die Teile werden gelöst. – Mit einem befriedigenden kleinen Klicken lösen sich die Puzzleteile von der Karte.
- Die Anleitung wird aufgefaltet. – Schritt für Schritt nimmt das Objekt Gestalt an. Durch unser Federsystem werden Toleranzen im Holz ausgeglichen.
- Es steht oder hängt. – Auf dem Schreibtisch. Auf der Fensterbank. Auf dem Nachttisch. Im Strauß, Im Weihnachtsbaum, an der Lampe.
Und es bleibt stehen. Wochen. Monate. Manchmal Jahre.

📸 [Eine 4-teilige Bildcollage – Öffnen der Karte, Lösen der Teile, Zusammenbau, fertiges Objekt]
- Warum das alles wichtig ist
Wir leben in einer Zeit, in der Nachrichten innerhalb von Sekunden die Welt umrunden. WhatsApp, E-Mail, hier eine Emoji-Reaktion, dort ein kurzer Kommentar. Kaum wahrnehmbar, teilweise ignoriert und schnell vergessen.
Eine Karte, die man anfassen kann. Eine Nachricht, die man liest, während man etwas bastelt. Ein Gegenstand, der an jemanden erinnert.
Das ist keine Nostalgie. Es ist ein echtes haptisches Erlebnis, das digitale Kommunikation einfach nicht bieten kann.
Und genau dafür stehen wir. Von flach zu räumlich – mit jeder einzelnen Karte, die unsere Werkstatt verlässt.
Wir freuen uns, dass Sie hier sind.
Herzliche Grüße aus Berlin-Kreuzberg,
Nick, Henrike & das formes-Team
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